zur Bildserie "zerteilt - geteilt - enteilt"

Vom Fahrzeug aus gesehen ist ein Ort, ein mit Erinnerungen und Geschichte bedachter Raum, dem wir uns im beschleunigten Innenraum des Fahrzeugs entziehen.

Der Raum den wir durcheilen, teilen und doch nicht teilen, wird zur Projektionsfläche unserer inneren Bilder, Wahrnehmungen und Gedanken. Als solcher wird er von uns fragmentarisch konstruiert.
Das Fotografieren kann man als scheiternden Versuch betrachten, einer Bewegung, die nicht die des eigenen Körpers ist, entgegen zu wirken und damit auch dem Gefühl des Ausgeliefertseins an die Geschwindigkeit und der Irritation des Blicks.

Das Zusammenwirken von Geschwindigkeit und fotografischer Aufnahme führt jedoch zu eigenständigen Bildern ohne fassbare Referenzobjekte in der sichtbaren Welt. Das Gesehene nimmt im Bild ganz eigene Formen an und durch die Entfernungsverschiebung und das zeitversetzte Auslösen des Fotoapparates ist das entstandene Bild immer „ein Bild danach“.

Variationen dieser Bilder, erfahren in den Tableaus eine neue Zuordnung und geraten in ihrem Zusammenspiel wieder in Bewegung.